Da ich ja morgens gerne etwas länger im Bett, mit dem Kaffee und dann im Bad brauche, klingelt morgens schon um 5.30 der Wecker. Wach bin ich zwar meist schon, da der Kater nicht nur das “letzte” sondern auch offensichtlich das “erste Wort” haben muss und mich halt schon um 5.28 Uhr weckt.

Des Katers “Geschrei” geht tierisch an die Substanz, hat aber an sich den Vorteil, dass ich rein theoretisch morgens nicht verschlafen kann. (Wenn ich natürlich den Kater, der auch gerne um 2 Uhr morgens schreit, heimlich in die Waschküche gesperrt habe um wenigsten ein paar Stunden Schlaf zu bekommen, dann taugt er leider noch nicht mal als doppelter Weckerboden …)

Und deshalb war ich auch schon wach, als um 5.33 in San Francisco mit 4.3 M leicht die Erde bebte.

Seit dem ich hier bin dürfte es schon einige Beben gegeben haben, aber manchmal war ich mir nicht sicher, ob es wirklich eins war und manchmal habe ich erst von anderen erfahren, dass es überhaupt eins gab.

Nun, heute morgen gab es keinen Zweifel, dass Bett hat gewackelt und ich wurde im Schon-Schleudergang durch geschüttelt.

Ja, es war nicht angenehm, auch wenn es nur eine knappe Minute gedauert hat. Aber während ich mich an Teddy und Matratze klammerte, galt meine aller erste Sorge meinem Laptop und meinem smarten Telefon … bis mir klar wurde, dass ich mich selbst noch nicht mal unter meinem Bett in Sicherheit bringen kann, da ja dort das Hab- und Gut meiner “Vermieterin”  verstaut ist.

Und auf einmal wusste ich nicht mehr so genau, was mir mehr Sorgen bereiten sollte, das meine eDevices vernichtet, ich die hart errungene GC und SSC bei einem schlimmeren Beben verlieren oder dass ich unter den ollen Schlüppern der “Vormieterin” (und was sich sonst noch so unter dem Bett befindet) begraben werden könnte …

Dann war das Beben auch schon vorbei und es war – dafür bin ich wirklich sehr dankbar – nur ein leichtes Beben.

Es hat mich aber schon ein wenig nachdenklich gemacht! Und deshalb habe ich vorhin, meine Ausweise und wichtigsten Dokumente in die Laptoptasche gepackt. Die hat wenigstens noch ein Plätzchen unter dem Bett gefunden. Und meine ganzen smarten Geräte werde ich auch heute Nacht in diese Tasche verstauen.

Ich mag mir nicht ausdenken, was alles so passieren kann – und da wäre ein  verhuntztes Make up, weil man mit dem Eyeliner aufgrund der “Schwingungen” quer durch Gesicht – das kann nämlich auch übel ins Auge gehen – oder eine verschütte(l)ter Kaffee bestimmt das geringste Problem.

 

Nun, für dieses Mal habe ich Glück gehabt! Danke …

 

Backgroundmusic: Beach Boys – Good Vibrations

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In the closet …

29 Feb 2012

Wer träumt eigentlich nicht von einem begehbaren Kleiderschrank?

Jede/r und ganz besonders natürlich auch ich! Mal so alle Klamotten, Schuhe und Taschen im Blick – ein Traum nicht war!?

Nun, so wie es ausschaut – hat bzw. wird sich dieser “Traum” auch (hoffentlich) ganz bald für mich erfüllen. Wobei wenn ich so genau nachdenke … Muss ich gestehen … ich habe ihn doch schon!

Aber wer will den bitte nur einen begehbaren Kleiderschrank? Na los traut Euch …

Also, ich kann nur sagen begehbar war gestern. Heute – besonders in den “Metropolen” dieser Welt … – ist bewohnbar angesagt! Yep, richtig (ich bin auf Wohnungssuche in San Francisco).

Und so ein “Closet extra ördinar” beherbergt in New York oder auch in San Francisco, nämlich gleich auch das Queensize-Bed (mit viel – ganz viel – Glück), das restliche Hab und Gut (und vielleicht noch zwei MitbewohnerInnen).

Für die 1600 bis 2000 Dollar Miete  ist die Aussicht dann och grandios: olle Chucks, Gummistiefel, Kosmetikartikel und der klapprige Kleiderständer, der unter der schwedischen “hot couture” zusammenbricht. (Na wer da jetzt Manolos oder Louboutins erwartet hat, ist echt auf dem Holzweg! Die sind doch schon beim Pfandleiher, damit man die Wohnungsbesichtigungs- oder Bewerbungsgebühr zahlen kann. Für die monatliche Extramiete für den vierbeinigen Freund – nee, nicht der aus dem WG-Kühlschrank – werden dann wohl bald die Birkenstocks dran glauben müssen …).

Aber vor diesem Wohntraum haben die Immobilien-Götter leider wieder viele, viele ganz viele Formulare und einen Creditcheck gesetzt. Tja, und auch mit meinem nicht schlecht bezahlten Sachbearbeiterinnen-Job in der Liebes-dot-com-Branche, ist es noch fraglich, ob ich mir eine Hutschachtel in Citylage ergattern kann.

Und so habe ich mich am Wochenende doch echt auf den Weg nach Berkeley gemacht, da dort die Mieten geringfügig niedriger sind …

Nur … nur … nur … Ich mag doch gar nicht aus San Francisco weg und bin doch tatsächlich bereit auch noch den letzten Sparstrumpf zu plündern!!!
Jetzt muss ich nur noch so richtig kreditwürdig auftreten (in meinen Chucks – oder mal beim Pfandleiher vorbei schauen …)

Aber nach dem ich so viel Glück mit der GC-Lotterie und bei der Jobsuche hatte, wird das ja mit meinen eigenen vier Wenden wohl auch noch klappen. Und viele Möbel brauche ich ja nicht – und da hätten wir schließlich wieder Geld gespart …

Backgroundmusic: Steve Long – Ms. Independent

 

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… oder auf Regen folgt auch Sonnenschein!

Und so sieht es ja fast so aus, als ob mein inneres Feng-Shui wieder ins Lot kommt! (Na, des Äußere wird wohl noch warten müssen, bis ich eine eigene Wohnung gefunden habe und das kann in San Francisco richtig lange dauern … Aber vielleicht habe ich ja bei der Suche dann auch so unverschämtes Glück!!!)

Ja, ich habe nahezu gute Laune! Schließlich durfte ich jetzt auch meinen ersten Paycheck in Empfang nehmen (und habe nun die Haare total schön), gewöhne mich an meinen neuen Job und an meine Kollegen (wie auch sie sich an mich …) und dann war ja gestern mein neuer Lieblings Feiertag:

 

Valentines Day !!!

Ach, herrlich die Eingangshalle war mit unzähligen roten Luftballons geschmückt, ich habe meinen Kollegen heimlich mit pink und lilafarbener Schokolade den Schreibtisch umdekoriert und ganz viele Komplimente für meine neon-pinke Strickjacke bekommen …

Kind, was will man mehr ? (Ausser einer sauberen und bezahlbaren Wohnung für Mann und Hund …)

Backgroundmusic: Whitney Housten (R.I.P!) – I wann dance with somebody

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Lange habe ich auf ihn gewartet! Auf diesen Tag, an dem ich hier sitzen und mein kleines “Auswanderer-” Abenteuer fast in Frage stellen würde und für ein Sekündchen doch gerne wieder in meine alten (und gerade wohl extrem kalten) Heimat wäre …

Und eigentlich habe ich immer gedacht, dass dieser Tag dann kommen würde, wenn ich nach der hundertsten Bewerbung noch immer keine Arbeit gefunden habe und mich nur noch die Zeitungscoupons und Pfandflaschen über die Runden bringen würden …

Aber nein, Frau N. schreibt zwei Bewerbungen, kassiert eine Absage und ein echt nicht schlechtes Joboffer, mit Benefits und gratis Snacks, arbeitet zwei Wochen und da schlägt er wie aus dem Nichts zu, der böse Bye-Bye-Berlin-Baby-Blues!

Ok, das Nichts besteht aus den Symptomen Übergangs-Ekel-WG, Putzplanfantasien, einem ewig Wimmernden-Kater (der mein Gewaltlosigkeitsgelübde – gemeinsam mit der Backgroundcheck-Firma – auf die schwerste Probe stellt) und der unendlich großen Sehnsucht nach meinem Mann, meinem Hundebuben und meinen Mädels!

Oh, Du absurder Backgroundcheck-Benefits-und-Supervisor-WG-Müll-Dschungel! Wie leicht ließest Du Dich doch ertragen, wenn ich dem Mann mal so in Echtzeit die Ohren vollheulen, ein keimfreies Bad nehmen, bei – und mit – den Mädels mal wieder so richtig Dampf ablassen (muss gleich mal in meinem Company-Handbuch nachschlagen, ob Gruppentherapie auch von den Benefits abgedeckt wird …) oder dem schwanzewedelnden Hundeglück die Tom-Selleck-Brust kraulen könnte …

Und ja ich sollte dankbar und glücklich sein (für das halb-tote angenagte Hühnergerippe und den grünen, rein pflanzlichen Pelz im Kühlschrank, die Haare im Abfluss und den Katzenjammer um Mitternacht – der Kater spricht schließlich nur aus, wie ich mich gerade fühle … )

Nein, ich sollte wirklich dankbar sein, denn eigentlich ist hier alles ziemlich gut gelaufen … nur leider habe ich halt gerade den Blues …

Dabei war ich gestern so schön für den Weltfrieden turnen, habe versucht so sehr mein Herz und meine Hüfte (da setzt sich nämlich nicht nur das Ben-und-Jerry-Hüftgold sondern auch meine ganzen negativen Gedanken-Blockaden ab) zu öffnen, dass mir heute der aufrechte Gang ins Büro so richtig richtig schwer fiel. (Ok, ich hatte auch noch Muskel-Kater in Wade und Schienbein von meinem Acht-Stunden-Highheels-Tag am Freitag. Bin ich halt nicht mehr gewöhnt aber nur weil ich mich grauenhaft fühle, muss ich ja noch lange nicht so aussehen. Zu schade nur, dass es heute für die Birkenstock-Sandaletten zu kalt war …)

Weder Hanuman noch Ganesha konnten mich so richtig aufmuntern, schließlich wurde ich an allen Ecken und Enden an mein (Selbstmit-) Leid erinnert: Focus des Monats Februar ist nun mal die Liebe und seit ich ja nun bei diesem “Romantischen Sozialen Network” angeheuert habe, hat doch dieses wunderschöne Wort L O V E , wie soll ich es jetzt sagen – nun, es hat eine andere kognitive Verknüpfung! Ich denke da mitunter halt auch an …

Nein, das sage ich jetzt nicht, soviel nur: die Emails (und Fotos!!!) die ich so zu Gesicht bekomme und bearbeiten darf sind mitunter ein (Alp-) Traum!
Fast zu schade, dass ich mich schriftlich verpflichtet habe darüber den Mantel des Schweigens zu breiten!

Ja, und auch in meiner (und des Dackel-Terriers) Lieblingshaltung Shavasana, der Totenhaltung, kam nicht die gewohnte Glückseligkeit auf. Denn während die Yogalehrerin mit sanfter Stimme “Let go!” hauchte, musste ich an meinen Ex-Lieblings-Supervisor denken, denn man wenige Tage vorher gefeuert hatte. Tja, so eine amerikanische Kündigung kann echt unschön, fristlos und sehr öffentlich sein! Ich war und bin echt noch ein wenig verstört!

Aber es wäre nicht mein Lieblings-Supervisor gewesen wenn er nicht noch ziemlich cool zum Ober-Supervisor gesagt hätte: “Ok, then have a good life!” (Sprach’s und ging. Seine persönlichen Sachen bekommt er wohl nach Hause geschickt …)

Und so habe ich dann statt Superbowl-Madness einen Ausflug zum Ocean-Beach gemacht um mich wieder daran zu erinnern warum ich hier bin.

Und getreu des Mottos meines Ex-Supervisorischen-Kollegen “What the company giveth, takes the landlord away!” werde ich mir jetzt noch ein zwei Ründchen leid tun, mit einen (oder zwei) selbstgebackene(n) Peanutbutter-Choc-Chip-Keks(en) das Bett voll krümeln … um mich (für den neuen Job) und um hoffentlich auch meine Welt ein wenig schöner zu schlafen!

Backgroundmusic: Etta James – All I Could Do Was Cry

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No comments !?!

22 Jan 2012

Tja, nach dem die Killer-Spammer beinahe die Datenbank zerschossen haben und ich einige Tage keinen Zugriff auf meinen Blog mehr hatte, hab’ ich IT-Genie solange an meinen WordPress-Einstellungen ‘rumgebastelt und mir ein Spamverhüterli installiert.

Nur leider mit dem Ergebnis, dass die Kommentarfunktion wohl gar nicht mehr funktioniert! Sorry … (Aber ausser H,T und M hat sich ja niemand als LeserIn geoutet ;-) )

Tusch & standing ovations, bitte!

Ja, ich bin auch ganz stolz auf mich, aber eigentlich eher darauf, dass ich morgen meinen neuen Job in einer Online-Dating-Agentur (so eine Art Facebook für einsame Herzen) antreten werde. Deshalb muss ich mich jetzt auch noch für mein morgiges Flügelkostüm entscheiden und Pfeil und Bogen zusammensuchen. Ich bin auch fast so aufgeregt wie vor meinem ersten Schultag und kann erstmal nicht das Kommentarchaos beseitigen!

Aber manchmal ist ja reden silber und schweigen gold! (Das sagt die Richtige!)

Backgroundmusic: John Paul Young – Love is in the air

 

 

 

 

 

 

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Berlin Epilog

11 Jan 2012

Puh, wer hätte das gedacht?! Ich war fast erleichtert als ich in das Flugzeug nach San Francisco steigen durfte. Aber nur fast …

… meine zwei Männer zurücklassen zu müssen war und ist ziemlich furchtbar!

Aber Berlin war alles – nur nicht entspannend. Schließlich galt es hier gekonnt (oder auch nicht gekonnt) den Ein-Euro-Einkaufswagen und Kindersportwagen auszuweichen (auch wenn diese natürlich nur als Aufmunterung zur Beschleunigung der Vorderfrau in die Hacken oder Kniekehlen gerammt werden), die frisch gekauften Bio-Eier vor dem Absturz vom Förderband aufzufangen (schließlich werden die Förderbänder an den Supermarktkassen EXTRA so kurz gehalten, damit der Kunde sich ja nicht zu wohl an der Kasse fühlt. Überhaupt: freundlicher Kundenservice oder Smalltalk wird ja nun wirklich überbewertet, oder?)

Und dann ist da ja noch der Straßenverkehr! So ein Gang über den Zebrastreifen kann dann auch zum Survivaltraining werden …

Und wenn man schon mal aus den USA da ist, dann kann man doch auch bei Umzügen helfen oder Fahrdienste übernehmen, nicht wahr? Damit das dann auch in den straffen Zeitplan der jet-lag-geplagten Auswanderin passt, rufen wir am Besten ganz früh an, legen auf, wenn der AB anspringt (aber erst dann, wenn das Tuten auf Band auch schön aufgezeichnet wird oder, das ist noch Besser: Wir stehen gleich unangemeldet an der Haustür und klingeln in Morsezeichen: H-A-L-L-O–I-C-H-B-I-N-S–D-E-I-N-E–B-E-K-A-N-N-T-E–M-I-T–A-D-S!

Ja, ick lieb euch och! (Aber vielleicht befolge ich den Rat einer anderen “Auswandererin” und reise das nächste Mal inkognito nach Deutschland. Zumal es dann ja immer recht ruhig wird, wenn ich wieder hier bin … nicht wahr?!)

So, dass musste mal jesacht werden!

Aber der Clubabend im Gretchen mit meinen DJ-Göttern Kalle Kutz und Richard Dorfmeister, hat mich dann doch fast wieder mit Berlin versöhnt! Die Spaziergänge und Ballwurforgien mit dem kleinen Hundemann werde ich in den nächsten Monaten entsetzlich vermissen.

Und Du, liebster bester Ehemann … ruf’ ganz oft an, damit ich dich wenigstens sprechen kann!

Backgroundmusic: Dendemann – Sachmachgehtsnoch

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Halbmarathon …

02 Jan 2012

Nun, jede/r der mich kennt und trotzdem (oder gerade deswegen) liebt, ahnt, dass der Titel eher metaphorisch zu verstehen ist. Wenn gleich natürlich auch ich, meine “Partywunden” der letzten Tage und Nächte leckend, pünktlich zum Wochen-, Monats- und Jahresanfang, das letzte Jahr Revue passieren lasse und meine To-do-and-let-go-Liste für 2012 schreibe!

(Und da ich mich ja noch eine weitere Woche in der alten Heimat befinde, stehen noch eine Reihe “Termine” an, auch wenn ich schon jetzt – stark schwächelnd von der letzten Woche – erkenne, dass ich es weder zeitlich noch körperlich schaffen werde, alle FreundInnen zu sehen und … ich sage schon jetzt  SORRY dafür! Yep, ich bin im Freizeitstress! Aber warum sollte das Neue Jahr anders beginnen, als das Letzte aufgehört hat?)

Ja, 2011 war wirklich ziemlich turbulent:

Greencard-Aktivierungsreise  nach New York im Frühling
Kalifornien-Kurz-Roundtrip im Sommer
Umzug nach San Francisco im Herbst
Laufen- (und Busfahrenlernen) im Winter
Besuchsmarathon zwischen den Jahren …

Zum Durchatmen gab es wirklich nicht viel Zeit! Denn einiger Vermutungen zum Trotz: Die ersten Schritte in einem “neuen” Land sind kein Erholungsurlaub und auch der Besuch an der Heimatfront verlangen langsam ihren Tribut! (Keine Angst, ich halte durch. Die Hälfte ist ja schon geschafft ;-) ) jetzt stehen “nur noch” Theaterpremiere des Mannes, ein gutes halbes Duzent Verabredungen, zwei Steuererklärungen (mein ganz persönliches Highlight), Familienkonferenzen, Aus- und Einpacken und eine letzte Disconacht als krönender Abschluss an!

Und dann? Was kommt dann?

Nun, auch ich habe meine guten Vorsätze: 
Kürzer treten und (vielleicht) wirklich einen Halbmarathon laufen, dabei Fettnäpfchen und andere Hürden gelassen überspringen!

Tief aus- und einatmen, mich lieber auf den Kopf zu stellen, als mit diesem durch die Wand zu wollen!

Auf dreimal “Ja” vielleicht auch einmal ganz laut “Nein” sagen.

Und mein all-time Favourite:

(Noch) gesünder essen und viel trinken (Wasser und “ungesüssten” Tee, natürlich)!!!

Aber letztlich habe ich nur wenige Wünsche für ein gesundes 2012:

Love, Peace and Happiness! 

Und ich kann es kaum erwarten, wieder mit Mann und Hund wiedervereint zu sein! Missing you really sucks!

Also werde ich mich jetzt einmal wie Phoenix aus dem Bett quälen. Es gibt eine Menge zu tun (und zu lassen)! In diesem Sinne:

Have a nice day and & happy new year! 
Backgroundmusic: Nina Simone – How it feels to be free

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Wenn ich Lotto spielen würde, was ich aber nur in den seltenen Fälle tue, dann würde ich nun definitiv die Zahl 24 in meine Zahlenkombination aufnehmen.

Markiert doch der 24. nicht nur die Ankunft des Christkindchens in Bethlehem sondern auch meine in San Francisco … (Namedropping = sich in einen Atemzug mir einer bekannten Persönlichkeit zu nennen, Narzissmus = eine weit verbreitete aber unterschätzte Persönlichkeitsstörung).
Also wäre ich heute genau zwei Monate in den USA, in San Francisco und in meiner Frauen WG in Haight Ashbury!

Ja, ich wäre, wenn ich mich nicht gerade auf Heimaturlaub für die Feiertage befinden würde! Und nun liege ich wieder in meinem Bett in meinem alten “Zuhause”, das sich jetzt so schön vertraut und doch schon ganz schön fremd anfühlt!

Zwei Monate in San Francisco, mit fast allen Höhen und Tiefen (vergleichbar mit der Lombard Street), haben es dann gar nicht so leicht gemacht die Koffer für Berlin zu packen und die “Blumen im Haar” gegen Lametta und Glühwein einzutauschen.
Und nun ertappe ich mich dabei, wie ich mich immer selbst korrigiere, wenn ich sagen will “I’ll be home for christmas”! Das wäre ja nicht so ganz richtig, denn auch nach nur zwei Monaten:

San Francisco ist jetzt mein Zuhause, auch wenn ich natürlich Mann und Hund dort sehr vermisse und es gerade unendlich genieße mit den Beiden und einer guten Tasse Bohnenkaffee im Berliner Bett zu liegen! (Außerdem bin ich schon für die Feiertage nach Berlin gekommen, allerdings für die ganzen – hoffentlich grandiosen – Parties in den Tanztempeln der Hauptstadt.)

Aber ganz ehrlich: Wir haben auch richtig tollen Kaffee in San Francisco und eine Auswahl an Kaffeesorten, da kann die Krönung echt einpacken. Kaffeekultur gehört, wie die Kochkunst, zu den Gesprächsthemen in San Francisco, dicht gefolgt von dem der lokalen Bierbraukunst. (Ok, im Bereich Nachtleben führt Berlin dann doch, da kann auch SOMA und Castro nicht ganz anschließen.)

Nein, in den letzten Monaten habe ich mich doch sehr gut in meiner neuen Heimat eingelebt:
Im Bus rufe ich nun den AnfängerInnen ein fröhliches “Step down!” hinterher.
Im Haight Street Markt habe ich gerade meine Sammelkarten gegen Gratis-Blue-Bottle-Coffee und Hippie-Hill-Sandwich eingetauscht und nehme dort am Sneakerkontest teil.
Sonntags geht es nach ein paar morgendlichen Sonnengrüßen mit Maddie und Keith (ja, ich kann mir seit der veganen “Weihnachtsfeier” schon viele Namen der anderen Laughing-Lotus-Yogis merken) schön durch den Golden Gate Park zum Ocean Beach um die nötige Konzentration für die Trivia-Night im “Buck” zu sammeln. Und abends besuche ich meine Flatmate S. im Pub, habe es letzte Woche sogar in das Gewinnerteam der Trivia-Night geschafft und eine (offizielle) Runde Freibier gewonnen.

Und wenn man sich dann noch privat, gemeinsam mit amerikanischen SchreibkollegInnen, Pazifisten, Ex-Soldaten und JungpolitikerInnen kritische Dokumentationen über das Sterben in Afghanistan anschaut und über die Zukunft der rückkehrenden oft traumatisierten und von Arbeits- und Obdachlosigkeit bedrohten SoldatInnen diskutiert, dann merkt man auch, dass man ein “neues” Zuhause gefunden hat!

Ein Zuhause, in dem man nachts Raccoons aus der Küche verscheucht, stille Zeugin einer Putzplan-und-Toilettenpapier-Auseinandersetzung wird, auf Zehenspitzen durch den Flur schleicht, damit man der hörbaren Romantik der Mitbewohnerin nicht ein jähes Ende setzt, die Katze des Nachbarn füttert oder auch den Abschied in den Heimaturlaub mit den (korkigen) Weißweinresten aus dem Kühlschrank begießt und Raccoonvideos auf YouTube anschaut, um dann, nach nicht sehr viel Schlaf die vierundzwanzigstündige “Heimreise” anzutreten.

Jetzt bin ich hier, müde und glücklich bei Mann und Hund und breche gleich zum Weihnachtsfest bei den Schwiegereltern in Norddeutschland auf. Tja “Home is where my heart is!”

HAPPY HOLIDAYS !!!

Backgroundmusic: Elvis – I’ll be home for christmas

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So!

11 Dez 2011

Noch elfmal schlafen und dann habe ich Mann, Hund und Berlin wieder!!!*

Kinder, wie die Zeit vergeht! Na, das mit dem Kalifornischen FührerInnenscheinmachen, kann ich dann ja getrost auf nächstes Jahr verschieben.
Jetzt muss ich wohl ganz panisch die Weihnachtseinkäufe erledigen, denn die Sockenstrickproduktion ist ebensfalls ins Stocken geraten und die Freude über eine einzelne Socke, dürfte sich bei den Beschenkten wohl in Grenzen halten, Plätzchenbacken hat bereits an Thanksgiving so toll geklappt – den Lieben daheim, werde ich die zerlaufenen schwarzen Dinger nicht als “Deutsche Spezialität” andrehen können – und vorgefertigte Fotokalender mit den Schnappschüssen des letzten Jahres? Die möchte ich auch niemanden zumuten (zumal es hier in San Francisco keinen Rossmann gibt, der diese verkauft … bliebe also noch “color by numbers”).

Nein, ganz so panisch wird es nicht werden! Schließlich weiß ich schon, wer was bekommt. Der Hundebub Elvis (war doch klar, dass ich so Eine bin, die ihrem Hund auch zum Geburtstag Hundekuchen mit Kerze …) möchte garantiert so einen Crazy Kritter zum Zerfetzen haben (den kann ich bestimmt noch bei QVC zusammen mit dem Wolfgang Puck Broilerset bestellen).

Na, und der Mann?! Der freut sich doch wohl, dass die Frau wiederkommt (Ich brauch’ nur noch eine pinke Schleife mit schwarzen Polkadots in meiner Größe !) und dann gibt es ja hier so einige coole Skate- und Surfershops.

Und für mich? Na, mir hat der Weihnukkah-Yogi-USCIS-Postmann doch schon DAS Geschenk gebracht:

MEINE GREENCARD** IST DA!!!

Ansonsten wünsche ich mir “nur” ganz viel Love, Peace & Happiness, eine grandiose Back-in-the-Days-Disco-Party an Sylvester und einen Sonntag im Bett, mit Mann, Hund und Star Wars Filmen.


Backgroundmusic:
 George Benson – Give me the night
(*Und der Wohnungsputzmann steht hoffentlich vor der Tür … Tja, und bis eben, haben sich die Jungs auch auf mich gefreut.)

(** mit richtigen Daten, richtigem Namen und ich seh’ auf dem Foto richtig “jut” aus!)

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Black Friday

25 Nov 2011

Nach meinem netten Thanksgiving-Blinddate (Thanks for the lovely invitation though!), einer spontanen After-Show-Cookie-Party mit meinen tollen Roomies, die sogar meine misslungenen Vanillekipferl gegessen und in “Hermanns*-Coal-icious-Cookies” umgetauft haben, musste ich mich natürlich am Freitag erst einmal wieder schönschlafen und habe so wohl nun die Superschnäppchenjagd des Jahres verpasst.

Aber wie Mama immer so schön sagte, kann das Kind ja nicht auf allen Hundehochzeiten tanzen (auch wenn sie das doch so gerne möchte! Das hab’ jetzt ich gesagt.)

Von meinem obligatorischen Besuch im Haight Street Market samt Hippie-Hill-Cheese-Sandwich, da ich ja keine Leftovers von Thanksgiving zum Verzehr hatte, einmal abgesehen habe ich den ganzen Tag schön vorm Ferseher verbracht! Schließlich gab’ es auf einem Kanal doch den Criminal-Minds-Marathon! Ich habe auch pünktlich um 3pm eingeschaltet, nur das “Ziel” gegen 3am nicht mehr erreicht. Ich kann nur sagen top & knorke, schließlich gehört diese Serie zu meinen Lieblingsserien!
Und es ist nicht der gut aussehende Agent Morgan, der mich so in den Bann zieht. (Please, diese Ken-Augenbrauen gehen gar nicht und hallo, ich bin glücklich verheiratet!) Nein, es ist sind die Figuren “Penelope Garcia” und “Dr. Reid”! Warum?

Well, ich bin ein freaky Nerd und ich liebe freaky Nerds! (Und wenn man Garcia und Reid in einen Shaker packen, gut durchschütteln – nein, nicht rühren – und auf Eis abseihen würde, dann dürfte ich dabei herauskommen. Einfach Augen schließen, das hilft ohnehin in fast allen Lebenslagen!) Na, und “Garcia” und ich könnten uns die Klamotten (zusammen mit “Abby Sciuto” von Navy CIS) teilen!

Und da wären wir wieder bei einem eigentlichen Thema, nämlich dem der Jobsuche:

In Berlin hatte ich ja immer das Glück, Jobs zu haben, in der eine gewisse und dezente “Ab-Normität” eher von Vorteil, als von Nachteil, wenn nicht gar Voraussetzung war! Schwarzer St-Pauli-Totenkopf-Kapuzenpulli in Kombination mit pinken Leggins, Birkenstocksandaletten und Blumenkaftan oder im Preppy Chic zum Kundenbesuch! Es gab glaube (und hoffe ich) nichts womit ich meine ChefInnen hätte schocken können, solange ich meinen Job richtig gut gemacht habe!
Nein, ich werde nicht wehmütig:

Ich wünsche mir nur, dass dies sich hier nicht allzu sehr ändern wird!!!

Backgroundmusic: Die Toten Hosen – Wünsch’ Dir was

(* Warum “Hermanns”? Einfach mal den Mund richtig voll nehmen und dann versuchen “German” zu artikulieren.)

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Airbnb