Geschüttelt und gerührt …
05 Mrz 2012Da ich ja morgens gerne etwas länger im Bett, mit dem Kaffee und dann im Bad brauche, klingelt morgens schon um 5.30 der Wecker. Wach bin ich zwar meist schon, da der Kater nicht nur das “letzte” sondern auch offensichtlich das “erste Wort” haben muss und mich halt schon um 5.28 Uhr weckt.
Des Katers “Geschrei” geht tierisch an die Substanz, hat aber an sich den Vorteil, dass ich rein theoretisch morgens nicht verschlafen kann. (Wenn ich natürlich den Kater, der auch gerne um 2 Uhr morgens schreit, heimlich in die Waschküche gesperrt habe um wenigsten ein paar Stunden Schlaf zu bekommen, dann taugt er leider noch nicht mal als doppelter Weckerboden …)
Und deshalb war ich auch schon wach, als um 5.33 in San Francisco mit 4.3 M leicht die Erde bebte.
Seit dem ich hier bin dürfte es schon einige Beben gegeben haben, aber manchmal war ich mir nicht sicher, ob es wirklich eins war und manchmal habe ich erst von anderen erfahren, dass es überhaupt eins gab.
Nun, heute morgen gab es keinen Zweifel, dass Bett hat gewackelt und ich wurde im Schon-Schleudergang durch geschüttelt.
Ja, es war nicht angenehm, auch wenn es nur eine knappe Minute gedauert hat. Aber während ich mich an Teddy und Matratze klammerte, galt meine aller erste Sorge meinem Laptop und meinem smarten Telefon … bis mir klar wurde, dass ich mich selbst noch nicht mal unter meinem Bett in Sicherheit bringen kann, da ja dort das Hab- und Gut meiner “Vermieterin” verstaut ist.
Und auf einmal wusste ich nicht mehr so genau, was mir mehr Sorgen bereiten sollte, das meine eDevices vernichtet, ich die hart errungene GC und SSC bei einem schlimmeren Beben verlieren oder dass ich unter den ollen Schlüppern der “Vormieterin” (und was sich sonst noch so unter dem Bett befindet) begraben werden könnte …
Dann war das Beben auch schon vorbei und es war – dafür bin ich wirklich sehr dankbar – nur ein leichtes Beben.
Es hat mich aber schon ein wenig nachdenklich gemacht! Und deshalb habe ich vorhin, meine Ausweise und wichtigsten Dokumente in die Laptoptasche gepackt. Die hat wenigstens noch ein Plätzchen unter dem Bett gefunden. Und meine ganzen smarten Geräte werde ich auch heute Nacht in diese Tasche verstauen.
Ich mag mir nicht ausdenken, was alles so passieren kann – und da wäre ein verhuntztes Make up, weil man mit dem Eyeliner aufgrund der “Schwingungen” quer durch Gesicht – das kann nämlich auch übel ins Auge gehen – oder eine verschütte(l)ter Kaffee bestimmt das geringste Problem.
Nun, für dieses Mal habe ich Glück gehabt! Danke …
Backgroundmusic: Beach Boys – Good Vibrations